Soziale Lage und Lebensstil: Eine Typologie - download pdf or read online

By WERNER GEORG

ISBN-10: 3663114066

ISBN-13: 9783663114062

ISBN-10: 3810019488

ISBN-13: 9783810019486

Inhalt
Seit Beginn der 80er Jahre fand in der deutschenSozialstrukturanalyse eine Wende von den konventionellen sozio-ökonomischfundierten Modellen sozialer Ungleichheit hin zu handlungs- undkulturtheoretischen Konzepten, wie sie in Milieu- und Lebensstilansätzenformuliert wurden, statt. warfare die von Pierre Bourdieu formulierteAusgangsfrage dieses Perspektivenwechsels noch die nach dem Zusammenhang vonKlasse und Alltagsästhetik, so wurden im Rahmen der weiteren EntwicklungLebensstiltypologien weitgehend als frei flottierende Analysekategorienverwendet, die von ihrer Verknüpfung mit spezifischen Lagen weitgehend gelöstwurden. Vor diesem Hintergrund entwickelt der Autor eine empirischeLebensstiltypologie auf der Grundlage der bisher umfassendsten Erhebung zudiesem Bereich in Westdeutschland. In einem zweiten Schritt werden mit Hilfe einer neuerenstatistischen Modellgruppe die Wahrscheinlichkeit der Zugehörigkeit zu deneinzelnen Lebensstilgruppen nach Maßgabe von Merkmalen der sozialen Lageeingeschätzt. Fern eines deterministischen Blickwinkels derKonzeptualisierung des Zusammenhangs von sozialer Lage und Lebensstil stellensich trotzdem sinnhafte Verknüpfungen von Alltagsästhetik, Stilisierung undspezifischen Positionierungen im sozialen Raum dar. Lebensstile lassen sichin diesem Kontext als subjektive sinnhafte Antworten auf ähnlich gearteteProblemstellungen und Wirklichkeitsinterpretationen in spezifischen sozialenLagen verstehen, die Ausdruck typischer ¶Ungleichheitssemantiken¶sind. Aus dem Inhalt:Einleitung Lebensstile - eine Ergänzung zu Schichtungs- und Klassenmodellenin der Sozialstrukturanalyse? Eine Theoriegeschichte der Soziologie von Lebensstilen Soziale Ungleichheit und Lebensstile - Versuch einertheoretischen Integration Zur bisherigen empirischen Erforschung von Lebensstilen Empirischer Teil: Konstruktion einer repräsentativenLebensstiltypologie Exkurs: Die Entwicklung von Skalen zur Messung des kulturellenund ökonomischen prestige einzelner Berufsgruppen Methodis

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Bis hin zu den neueren Klassentheorien von Giddens (1979) und Wright (1982, 1985) reicht. Vielmehr wird es um die Frage gehen, warum die ehemaligen Opponenten, Schichtungs- und Klassentheoretiker, aus der Sicht einiger Ungleichheitsforscher heute auf einer Seite stehen (vgl. ) und auf welchen Gemeinsamkeiten beider Modellgruppen strukturierter Ungleichheit diese Tatsache beruht. Einige Argumente der Diskussion gelten sicherlich nicht für jeden Ansatz, der dem Schichtungsparadigma zugeordnet wird, jedoch herrscht in der empirischen Erforschung sozialer Ungleichheit weitestgehend eine Konvention dahingehend, daß als Kriterium der Schichtungs- bzw.

Was sich jedoch geändert hat, ist die gesellschaftlich dominante Art der Arbeit. Ob eine Gesellschaft vorwiegend von körperlicher oder automatisierter Arbeit an Gegenständen geprägt ist, oder ob sie vor allem von Dienstleistungen "lebt", in deren Zentrum Anforderungen wie 33 soziale Intelligenz und die Beherrschung von Symbolen stehen, hat sowohl Einfluß auf die Definition kollektiv geteilter Zeichen und Vorstellungen als auch auf die Struktur von Branchenkulturen und die Strukturierung der Alltagserfahrung durch die Art der Arbeit.

2 (Männer) bzw. 7 Jahren (Frauen) (vgl. Kohli 1990: 390). Wesentlicher jedoch als die Umstrukturierung von Lebenslaufphasen sind nach Ansicht einiger Autoren die Veränderungen, die sich auf der Ebene der individuellen Konstruktion von biographischen Perspektiven entwickelten. Nach dieser Auffassung vermittelte bis in die 60er Jahre hinein ein System kollektiv verbindlicher Altersnormen eine gemeinsame milieutypische biographische Identität. Eine Erosion traditioneller Altersnormen jedoch führte aus dieser Perspektive zum Zwang der beständigen Biographisierung, zur Notwendigkeit der eigenverantwortlichen Konstruktion von biographischen Entscheidungen (vgl.

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by John
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